buddhoe Mirabell buddhoe

Theravada Gruppe Salzburg

Buddhistische Praxis im Alltag

Die „Theravada Gruppe Salzburg – Buddhistische Praxis im Alltag“ existiert bereits seit

September 1993  und besteht seit Oktober 2006 als eingetragener Verein mit Sitz in Salzburg.

 

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Vorbereitende Übungen und Texte 

 

 

Gut ist's, zu zähmen diesen Geist,

Den flüchtgen, schwer zu zügelnden,

Der hindrängt, wo es ihm beliebt.

Behütet führt der Geist zum Glück.

Dhammapada,Vers 35, aus dem Pali übersetzt vom Ehrw. Nyanatiloka

Jhana Verlag

Vorbereitungsübungen 

Die dreifache Verehrung

(Vandana)

Namo tassa bhagavato arahato samma sambuddhasa

Namo tassa bhagavato arahato samma sambuddhasa

Namo tassa bhagavato arahato samma sambuddhasa

***

Ehre dem Erhabenen, Verehrungswürdigen, vollkommen Erwachten

Ehre dem Erhabenen, Verehrungswürdigen, vollkommen Erwachten

Ehre dem Erhabenen, Verehrungswürdigen, vollkommen Erwachten

Die dreifache Zuflucht

(Tisarana)

Buddham saranam gacchami

Dhammam saranam gacchami

Sangham saranam gacchami

 

Dutiyampi Buddham saranam gacchami

Dutiyampi Dhammam saranam gacchami

Dutiyampi Sangham saranam gacchami

 

Tatiyampi Buddham saranam gacchami

Tatiyampi Dhammam saranam gacchami

Tatiyampi Sangham saranam gacchami

***

Ich nehme Zuflucht zum Buddha

Ich nehme Zuflucht zum Dhamma

Ich nehme Zuflucht zum Sangha

 

Zum zweiten mal nehme ich Zuflucht zum Buddha

Zum zweiten mal nehme ich Zuflucht zum Dhamma

Zum zweiten mal nehme ich Zuflucht zum Sangha

 

Zum dritten mal nehme ich Zuflucht zum Buddha

Zum dritten mal nehme ich Zuflucht zum Dhamma

Zum dritten mal nehme ich Zuflucht zum Sangha

Fünf Bereiche des heilsamen Handelns

(Panca Sila)

 

Panatipata veramani sikkhapadam samadiyami

Adinnadana veramani sikkhapadam samadiyami

Kamesu micchacara veramani sikkhapadam samadiyami

Musavada veramani sikkhapadam samadiyami

Sura-meraya-majja-pamadatthana veramani sikkhapadam samadiyami

***

"Ich will keine Wesen töten oder verletzen.

Auf friedliche Weise will ich mit mir und anderen umgehen.

Alles Leben will ich schützen und fördern, so gut ich es vermag."

*

"Ich will nichts nehmen, was mir nicht gegeben wird.

Sorgfältig will ich mit dem umgehen, was ich bekomme

und großzügig will ich das geben,

was mir gehört um anderen zu helfen."

*

"Ich will durch mein sexuelles Verhalten niemanden schaden.

Ich will die Beziehungen meiner Mitmenschen respektieren

und ihnen helfen, ihr Glück zu bewahren."

*

"Ich will darauf achten, mit Worten nicht zu verletzen.

Ich will nur das sagen, was wahr und hilfreich ist."

*

Ich will mich von allem abwenden, was mich in einen berauschten und benebelten Zustand versetzt.

Alles, was ich geistig und körperlich zu mir nehme,

soll mir helfen, klarer und wacher zu werden."

Thana-Sutta

Fünf Tatsachen, ihr Mönche, sollte jeder öfters bei sich erwägen, sei es Mann oder Frau, Hausner oder Hausloser. Welches sind diese fünf Tatsachen?

1. Dem Altern bin ich unterworfen, kann dem Altern nicht entgehen. 

2. Der Krankheit bin ich unterworfen, kann der Krankheit nicht entgehen. 

3. Dem Sterben bin ich unterworfen, kann dem Sterben nicht entgehen. 

4. Von allem Lieben und Angenehmen muß ich scheiden und mich trennen. 

5. Eigner und Erbe meiner Taten bin ich, meinen Taten entsprossen, mit ihnen verknüpft, habe ich sie zur Zuflucht und die guten und bösen Taten, die ich tue, werde ich zum Erbe haben. 

Das sollte jeder öfters bei sich erwägen, sei es Mann oder Frau, Hausner oder Hausloser.

 

 

brahmavihára

Die 4 ‘Göttlichen Verweilungszustände', auch die 4 ‘Unermeßlichen' (appamaññá) genannt, sind: 

1.    Güte (mettá),

2.    Mitleid (karuná),

3.    Mitfreude (muditá)

4.    Gleichmut (upekkhá)  

Der sehr häufig vorkommende Suttentext zu diesen 4 Meditationsobjekten (brahmavihára-bhávaná; siehe bhávaná) lautet:

»Vier Unermeßlichkeiten gibt es. Da, ihr Brüder, durchstrahlt der Mönch mit einem von Güte erfüllten Geiste erst eine Richtung, dann eine zweite, dann eine dritte, dann die vierte, ebenso nach oben, unten und ringsherum; und überall mit allem sich verbunden fühlend durchstrahlt er die ganze Welt mit einem von Allgüte erfüllten Geiste, mit weitem, erhabenem, unbeschränktem Geiste, frei von Gehässigkeit und Groll. Mit einem von Mitleid . . . von Mitfreude . . . von Gleichmut erfüllten Geiste durchstrahlt er erst eine Richtung . . . frei von Gehässigkeit und Groll.«

Ausführlich erklärt in Vis. IX.

 

Metta-Sutta, allumfassende Liebe und Wohlwollen

Wer nach Weisheit strebt,

das Gute wünscht und den Frieden sucht,

der sei kraftvoll und aufrecht,

sanft und bescheiden, zufrieden und bedürfnislos.

Er lasse sich von weltlichen Dingen nicht überwältigen,

belaste sich nicht mit der Bürde des Reichtums,

er sei Herr seiner Sinne, klug und ohne Stolz und hänge sich nicht an die Sippe.

Er tue nichts Niedriges, was die Weisen tadeln könnten.

 

Mögen alle Wesen glücklich , froh und sicher sein,

alles was lebt, ob schwach, ob stark, lang, groß, kurz oder klein, sichtbar oder unsichtbar,

nahebei oder entfernt, geboren oder im Entstehen begriffen,

mögen alle Wesen glücklich sein!

 

Niemand täusche einen anderen

noch verachte er irgendein Wesen, so gering es auch sein mag.

Möge niemand im Haß oder Zorn einem anderen Übles wünschen!

Wie eine Mutter mit Gefahr ihres eigenen Lebens ihr einziges Kind überwacht und schützt,

so umfange man liebend mit einem grenzenlosen Geist alles Lebendige,

umfasse man liebend mit wohlwollender, unbegrenzter Güte die ganze Welt.

 

Ob man geht oder steht, sitzt oder liegt,

sobald man erwacht ist, übe man achtsam diesen Gedanken

und verwirkliche so, auf die höchste Weise zu leben.

 

Wer das Unwissen aufgegeben hat

und die tiefe, von sinnlichem Begehren freie,

auf Tugend gegründete Innenschau gewonnen hat,

der ist vollkommen,

für den wird es keine Wiedergeburt mehr geben.

 

Durch diese Wahrheit möget ihr stets glücklich sein!

 

Bhaddekaratta-Sutta

Laufe nicht der Vergangenheit nach.

Verliere dich nicht in der Zukunft.

Die Vergangenheit ist nicht mehr.

Die Zukunft ist noch nicht gekommen.

Das Leben, wie es hier und jetzt ist,

eingehend betrachtend,

weilt der Übende

in Festigkeit und Freiheit.

Es gilt, uns heute zu bemühen.

Morgen ist es schon zu spät.

Der Tod kommt unerwartet.

Wie können wir mit ihm handeln?

Der Weise nennt jemanden, der es versteht,

Tag und Nacht

in Achtsamkeit zu weilen,

"jemanden, der

den besseren Weg kennt, allein zu leben".

 

Rezitationstexte 

"Was der Mensch viel erwägt und sinnt,

dahin geneigt wird das Herz."

Majjhima Nikaya 19-Dvedhavitakka Sutta